Dokumentation und Porträthaltung
Technische Disziplin, dokumentarische Arbeit und New York richteten die Kamera schrittweise auf Menschen und Präsenz.
Die Erforschung der Präsenz · Seit 1999
Ich arbeite zwischen Wien und Budapest. Die meisten dieser Geschichten begannen jedoch dort, wo mir jemand genug vertraute, um vor der Kamera für einen Augenblick keine Rolle mehr zu spielen.
Die zentrale Frage des Werks
Seit 1999 folge ich derselben Frage: Wann treten Rolle, Pose und Selbstschutz zurück, und wann wird ein Mensch im Bild wirklich gegenwärtig?
Militärische Dokumentation, Clubnächte bis zum Morgen, Frauen, die ihr Leben nach einer Krebserkrankung neu aufbauen, die Straßen von New York, Bücher, Ausstellungen, Gemeinschaftsarbeit und Porträts von Führungspersönlichkeiten: Die Themen änderten sich, die Aufmerksamkeit nicht. BANHALMI ART bewahrt die Fotografien und überprüfbaren Quellen dieser lebenslangen Untersuchung.
Zur kuratorischen These → EUFÓRIA — Die Anatomie der Präsenz →
Bei einem Glas Wein, ganz ehrlich
“Perfekte Gesichter haben mich nie besonders interessiert. Mich interessiert der Augenblick, in dem jemand die Kamera vergisst und etwas Echtes sichtbar wird.”
Bilder, zu denen ich immer wieder zurückkehre
Zu diesen Fotografien kehre ich am häufigsten zurück. Keine Bestenliste — das, was mir von den Porträts, Aufträgen, Straßen und Gemeinschaften seit 1999 geblieben ist.
















Ein Leben in Bildern
Ich fotografiere seit 1999. Die Themen haben sich verändert, die Frage dahinter nicht: Wann hört ein Mensch auf, eine Rolle zu spielen, und wird wirklich gegenwärtig?
Ich wurde 1979 in Budapest geboren und lebe und arbeite heute zwischen Wien und Budapest. Mein Weg zur Fotografie war nicht geradlinig. Ich studierte Ingenieurwesen, arbeitete in Kommunikation und Veranstaltungen und gründete später das Fotostudio der Ungarischen Streitkräfte. Jeder dieser Orte lehrte mich etwas über Disziplin, Verantwortung und den Unterschied zwischen Erscheinung und Wahrheit.
Mütterlicherseits hat meine Familie siebenbürgische Wurzeln — Ärzte, Lehrer und Ingenieure —, und über die Linie Ferenczy auch Maler und Gestalter. Meine Mutter ist Innenarchitektin und Malerin, mein Onkel arbeitete in Sopron als Fotograf: Fotografie war in der Familie also schon lange präsent, bevor ich selbst eine Kamera in die Hand nahm.
Lange behandelte ich auch die Fotografie wie eine Rolle unter vielen. Nach einem Unfall in Griechenland änderte sich das. Ich wusste nicht, ob die Sehkraft eines Auges erhalten bleiben würde, und in dieser Unsicherheit verstand ich, dass ich keine Positionen mehr sammeln wollte. Ich wollte Arbeiten schaffen, die ich auch Jahre später noch als meine eigenen erkenne. Seitdem ist Fotografie kein Beruf neben meinem Leben. Sie ist die Art, wie ich aufmerksam bin.
Die Menschen in meinen Bildern sind keine Illustrationen einer Idee. Sie sind der Grund, warum die Idee überhaupt entsteht. Frauen, die sich nach einer Krankheit neu aufbauen, Väter, die eine andere Form von Stärke lernen, Tänzer zwischen Disziplin und Freiheit, Gemeinschaften, die Erinnerung über Grenzen hinweg tragen. Mich interessiert der Augenblick, in dem die Rolle fällt und der Mensch bleibt.
Diese Aufmerksamkeit setzt sich in meinen Büchern, Ausstellungen, in der Vermittlung und in der Gemeinschaftsarbeit fort. Ich sehe darin keine getrennten Laufbahnen. Es sind verschiedene Formen derselben Praxis: genügend Raum zu schaffen, damit ein Mensch, eine Erinnerung oder eine Gemeinschaft sichtbar werden kann, ohne vereinfacht zu werden.
Eine knappe Karte des künstlerischen Weges. Die vollständige Erzählung, Quellen und Einordnung bleiben auf den jeweiligen Archivseiten.
Technische Disziplin, dokumentarische Arbeit und New York richteten die Kamera schrittweise auf Menschen und Präsenz.
Echte Frauen, Meilensteine ’56, Erwachen und die Bücher etablierten Identität, Genesung und gelebte Erinnerung als wiederkehrende Themen.
Lehre, kuratorische Arbeit, digitale Experimente und Wien–Budapest-Projekte erweiterten die Praxis über einzelne Serien hinaus.
EUFÓRIA und das geordnete Archiv führen frühere Linien um öffentliche Präsenz, Intimität und das Nachleben von Bildern zusammen.
Publikationen
Drei Bücher, und keines davon ein Nebenprodukt einer Ausstellung. Erwachen entstand mit Dr. Magdolna Dank, Erika Elek und dem Psychiater Imre Csernus; den Textteil von Die Welt der Frau schrieben Miklós Vámos und Éva Lénárt. Neben den Fotografien blieben die eigenen Worte der Porträtierten erhalten — deshalb sind diese drei Bände die genauesten persönlichen Dokumente, die ich habe.
Ein fotografisches Buch über zwölf Frauen, die nach einer gynäkologischen Krebserkrankung ins Leben zurückgefunden haben. Porträts, Narben und persönliche Worte machen Genesung sichtbar, ohne sie zum Spektakel zu machen.
ISBN 978-963-12-8663-2Ein Gemeinschaftsbuch, in dem Lyrik, Performance, Fotografie und Bewegtbild zusammentreffen. Aus einem Experiment unter Freunden wurde ein gedrucktes Dokument darüber, wie sich ein Werk mit mehreren Sinnen erfahren lässt.
ISBN 2310005245015Neun Lebensphasen einer Frau werden durch Porträts, literarische Reflexion und persönliche Erzählungen miteinander verbunden. Das Buch begleitet Veränderung, ohne Weiblichkeit auf eine einzige Definition festzulegen.
ISBN 978-615-00-1829-4Der vollständige Ausstellungsweg bleibt von der Startseite erreichbar; die ausführlichen Texte gehören jedoch auf die jeweiligen Ausstellungsseiten.
Kontakt
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BANHALMI ist ein von Norbert Bánhalmi gegründetes und kreativ geleitetes professionelles Fotografie-Team. Aktuelle Executive-Porträts, visuelle Markenpositionierung und Unternehmensfotografie finden Sie auf der professionellen Website des Teams.
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